Superlevel

In Cartridges pusten

Guten Abend liebe Freunde der gepflegten Pixelnostalgie. Hiermit begrüße ich sie recht herzlich zu einer neuen Ausgabe von: Dinge, die ich im digitalen Zeitalter vermissen werde.

Verdreckte Cartridges. Noch kennt das wahrscheinlich jeder, der mal die ein oder andere Iteration des Game Boy besaß. Ausschalten, spiel raus, reingepustet, spiel wieder rein, Game Boy wieder an. Repeat.

Manche Dinge brennen sich so im laufe der Zeit in den Verstand. So sehr, dass man jenen Sound inzwischen bei allem, was sich einschalten lässt, hören kann. Irgendwo. Ganz leise.

Ich sehe mich schon in der Gummizelle sitzen. Es ist Nacht. Stille. Alle schlafen längst. Die Beruhigungsmittel wirken schon seit Monaten nicht mehr. Wenn es denn Monate waren, die Schlaflosigkeit nimmt dir jedes Zeitgefühl. Die nächste Konsole ist mindestens zehn Kilometer entfernt. Die Angst, die nächste Welle könnte das Gebäude aus dem Sonnensystem schleudern, wächst. Die Ärzte behaupten, das sei Unsinn und völlig unmöglich. Ich weiß, dass sie lügen. Mein Zahnschmelz ist Geschichte. Meine Finger blutig gekaut.

Die Realität beginnt zu flimmern. Ein Vorbote.

Der Fokus verschiebt unhörbar donnernd die Welt.

Und dann.

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(Bild via)

15 Kommentare zu „In Cartridges pusten“

  1. *palimm*

    #01Jeremy (05.08.2010, 00:03)
  2. Dass die Pusterei durch den Speichel und Korrosion das ganze nur auf Dauer schlimmer machte, konnten wir natürlich nicht wissen.

    PFFFFFT.

    #02Jeremy (05.08.2010, 00:07)
  3. Alle Wege führen nach ROM.

    #03Fabu (05.08.2010, 00:09)
  4. Das. wollte. ich. nehmen. >:´(

    #04 – Ronja (05.08.2010, 00:10)
  5. ROM oder das Pusten?

    #05Fabu (05.08.2010, 00:11)
  6. Hm. Sorry, Ronja. Mach einfach nächstes mal vorab einen Entwurf im Adminpanel. Die sind ja für uns alle sichtbar. Dann nehme ich Rücksicht. Versprochen. :)

    #06Jeremy (05.08.2010, 00:14)
  7. Wenn ich groß bin, möchte ich Emulatoren, die korrodierte Kontakte emulieren können. Scanlines und Bildfehleremulation durch schlechte Röhrenfernseher und RF-Stecker gibt es schließlich bereits.

    Außerdem ist Circuit bending überaus peinlich. So.

    #07Jeremy (05.08.2010, 00:21)
  8. Ach, macht auch eigentlich nichts. Die Abwesenheit tagsüber birgt nunmal Gefahren :-)

    #08 – Ronja (05.08.2010, 00:31)
  9. Wat!?

    #09 – Kazoom (05.08.2010, 06:49)
  10. Puste heute noch manchmal den Staub von den Discs, bevor ich sie in meine Konsolen schiebe. Nicht, weil ich es müsste, sondern weil ich es kann.

    #10Pascal (05.08.2010, 08:42)
  11. Durch zigtausend Umdrehungen in der Minute beschleunigte Kekskrümel können auch einiges anrichten… nicht umsonst kommen aktuelle Konsolenspiele in diesen praktischen Schubern.

    Benutzt ihr die etwa nicht?? ^^

    #11Marius (05.08.2010, 08:54)
  12. @Jeremy Mal Dark Void fürs iPhone/iPod Touch in der Hand gehabt? Dort muss erst ins Mikro geblasen werden, damit das Spiel startet, ansonsten wird eine Fehoermeldung eingeblendet. Nette Idee

    #12Arne (05.08.2010, 15:09)
  13. Nein, besitze leider weder ein iPhone noch einen iPod Touch. :/

    Aber das mit dem Mikro gibts bei vielen Spielen für den Nintendo DS auch. Finde sowas immer nett. Kommt besonders in U-Bahnen oder Bussen gut.

    #13Jeremy (05.08.2010, 15:15)
  14. Ja, das aus den DS-Spielen ist mir bekannt. Da erfüllt das aber doch eher eine Spielmechanik als die Simulation einer verschmutzten Cartridge, oder?

    #14Arne (05.08.2010, 19:51)
  15. Ja, das wird als Gameplay-Element genutzt.

    Sehr süß sind auch die kleinen Manga in der Anleitung des DS, man soll nicht in den Cartridge-Schacht pusten. Finde gerade leider keinen Scan davon. Hrm.

    #15Jeremy (05.08.2010, 20:01)

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