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Autorenarchiv

Masked ist ein schön düsteres, in Adventure Game Studio entstandenes Escape-The-Room Adventure von Lewis Denby.
“Everyone fears being trapped. The idea is terrifying. So why don’t more room-escape games play on these sorts of primal emotions? Heck, I’d be happy if some bothered to try anything interesting with storytelling at all.”
Recht hat er. Masked schafft es, mit ein paar simplen Stilmitteln, eines der langweiligsten Genres interessant zu machen. Geübte Spieler klicken sich hier in vermutlich 5 bis 10 Minuten durch, ich für meinen Teil suche allerdings, wenn mich eine maskierte Person fragt ob ich ein Spiel spielen möchte, erstmal reflexartig das Weite. Nach der Beinamputation, versteht sich.
(via)

Eine hochentwickelte Zivilisation von Space-Möpsen (Pugs) liebt nichts mehr als rote Beete (Beats). Eines Tages ward allerdings ihre Gier zu groß und ihr Heimatplanet explodierte.

Simples, leider ein bisschen zu kurzes Textadventure von Jonas Kyratzes, für dessen Spiele ich mir spätestens seit The Infinite Ocean immer gerne etwas Zeit nehme, um mich in gebührender Ruhe durchzuklicken.
“When playing, please keep in mind that this game is not a race. It is a stroll, an afternoon walk. There’s no challenge, no puzzles, no wrong choices. There’s just the path that you take and the things that you see.”
Das ganze benötigt je nach Pfad etwa 10 Minuten, und dürfte dem ein oder anderen vermutlich etwas zu kitschig sein. Trotzdem ist es einen Blick wert, und sei es nur für ein wenig Abwechslung von den ganzen plärrenden Chiptune-Pixel-Platformern.
Entwickelt wurde Arcadia übrigens mit Twine, einem kleinen Generator für Interaktive Geschichten in HTML/JavaScript.

Weil sowas auf Twitter schnell untergeht, und vor allem eines der cooleren unter den gerade total angesagten 52-Wochen-Projekten ist: Weekly Beats, initiiert vom legendären Trash80.
Jede Woche können dort Musiker, 52 Wochen lang (duh!), ihre Musik einreichen. Das ganze hat selbstverständlich momentan noch einen leichten Schwerpunkt in Richtung Chiptunes, Genre-Einschränkungen gibt es allerdings nicht. Ehrlich gesagt erregt mich aber gerade allein die Tatsache, dass Trash80 endlich wieder neue Songs produziert! Insbesondere Within Time aus Woche #3 hat es mir angetan:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
@weeklybeats
Weekly Beats auf Facebook
Und einen RSS-Feed gibt es auch.
yay!

Freunde der Emulation. Wie ihr sicher den unglaublichen Komfort eures Hobbys schätzt, so seid ihr euch vermutlich genauso über die rechtlichen Probleme der Spielebeschaffung bewusst. Auf jedes der schönen Featues wie Save States, Grafikfilter und Cheats kommen mindestens neuntausend spamverseuchte Warez-Seiten, mit falsch kategorisierten und oftmals fehlerhaften ROMs. Die Spielmodule liegen selbstverständlich im Original im Keller, und um die Spiele daraus zu extrahieren mangelt es an technischem Verständnis, übrig bleibt also nur der illegale Weg übers Internetz.
Ein Problem, das die zweite Ausgabe der Retrode lösen möchte. Zwei Slots für Spielmodule, einen für SNES, einen für Mega Drive, plus je zwei Ports für die Originalcontroller. Der Clou: Das Ding meldet sich als Standard-USB-Gerät und benötigt so (im harten Gegensatz zu jenen Parallel Port Transferern aus Hong Kong, mit haarsträubenden Inkompatibilitäten und endlosen Ladezeiten) weder Treiber noch viel Grips. Perfekt also für die Zielgruppe Superlevel.
Und weil ich mich hier traditionell gerne mit schlechten Interviewfragen blamiere, nötigte ich Matthias zu ein paar Antworten. Nach dem Dings.

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von: Dinge, die wir aus Faulheit mir unerfindlichen Gründen noch nicht hier im Blog hatten.
Screenshot Saturday ist eine Art Mem unter Spieleentwicklern der Indie-Szene, gesammelt auf Twitter unter dem gleichnamigen Hashtag. Pekka Kujansuu (Tiny Hawk) bastelte außerdem eine kleine Website, die das Hashtag überwacht und die Screenshots schön übersichtlich sammelt.
Schöner Zeitvertreib für langweilige Samstage und mit ein wenig Glück ein spannender Einblick in zünftige Werke bekannter Indieköpfe. Wie der oben gezeigte Screenshot zum Beispiel. Der ist von Stephen Lavelle. Smiley.

Kurze Durchsage: Am 27. Januar ist wieder Global Game Jam und es kann sich noch angemeldet werden. Das ganze ist, ähnlich wie Ludum Dare, ein 48-stündiger Event, an dem Spiele entwickelt werden. Mit dem Unterschied, dass man sich an vorher angemeldeten Orten trifft, überall auf der Welt.
Hierzulande gibt es dieses Jahr Jam Sites in je folgenden Städten: In Leipzig, Bremen, Berlin, München, Hamburg, Magdeburg, Stuttgart, Köln und Nürnberg.
Kollege Asamak hat bei sich im Blog mehr Informationen dazu. Hier noch ein süßer Trailer:

Das lang erwartete Remake des mit Preisen überhäuften Source Engine Mod Dear Esther hatte eine tolle Woche. Vierfach wurde es beim diesjährigen IGF nominiert. Und letzte Nacht wurde der erste offizielle Trailer veröffentlicht.

Schöner kurzer Extraclip von unserer dieses Jahr endlich kommenden Lieblingsdoku, Indie Game: The Movie. Team Meat reden ein bisschen über ihren Perfektionismus bei der Steuerung von Super Meat Boy. Falls euch der Soundtrack bekannt vorkommt — der ist von Jim Guthrie.

Ich muss zu meiner Schande ja gestehen, ein bisschen zu jung für Rockmans, äh, Mega Mans NES-Ära zu sein. Bei einer so tollen Fan-Hommage wie Rokko Chan geht mir dennoch das Herz auf.

Tumblelog der Woche: Mapstalgia. Josh Millard fordert dort auf, Karten von Videospielwelten nachzuzeichnen, und zwar aus dem eigenen Gedächtnis heraus. Faszinierend und spannend, was selbst nach Jahren noch in den Köpfen nachhallt, was falsch – oder richtig erinnert wird.
(via)

Gerade eben wurden die Nominierungen der Main Competition des diesjährigen Independent Games Festival bekanntgegeben (die aus der Student Competition kommen am Sonntag). Grund genug, sie an dieser Stelle zu bringen. Jaja, ich weiß, Copypasta kann ja jeder. Da müsst ihr jetzt durch.

Die Jungs von Vlambeer veröffentlichten Heute endlich, nach monatelangem perfektionieren der Steuerung zusammen mit Halfbot, ihren Arcade-Kracher Super Crate Box für iOS! Der Spaß kostet vorerst 79 Cent, ist eine Universal-App, also gleichermaßen fürs iPhone wie fürs iPad kompatibel und unterstützt obendrein das iCADE iPad Arcade Cabinet.
Hallo. Ab sofort gibt es an dieser Stelle Mixtapes der Marke Superlevel, in unregelmäßigen Abständen und mit abwechselnden Mixern. Und zwar via 8tracks, weil das a) eine unglaublich gute Idee ist und b) Spaß macht. Die ultrageil bindestrichinduzierende SUPERDUPERULTRA-HD-Lens-Flare-Version-des-Superlevel-Kristalls-Coverart schüttelte sich Kollege Dom aus dem Ärmel, eine Tracklist samt Downloadlinks gibt es nach dem Dings.

(Bild von @ExciteMike)
Hey, schon gehört? Notch hat in nur zwei Tagen ein neues Spiel entwickelt! Natürlich, das halbe Internet berichtet schließlich darüber. Dass Notch schon seit Jahren (sogar vor Minecraft) beim Ludum Dare mitmacht, und neben ihm nur 890 andere Indies ihre Kreationen eingereicht haben ist, äh, völlig unwichtig. Aber was beschwere ich mich, denn in unserem Sprachraum redet außer uns und Herrn Asamak sowieso niemand über derlei Indiegedöns. Genug gemeckert, dies soll kein Platz für Negatives sein.
Was Ludum Dare ist? Nun, Ludum Dare ist ein ziemlich großartiger, im Dreimonatsrhythmus stattfindender Spieleentwicklungswettkampf. 48 Stunden haben die Teilnehmer Zeit, basierend auf einem kurz vorher entschiedenen Thema ein Spiel zu entwickeln. Diverse Regeln erlauben dabei nachträgliches Bugfixen oder Portieren auf andere Plattformen, und verbieten das benutzen fremder Grafiken und Sounds. Alles muss selbstgemacht sein. Der parallel stattfindende 72-stündige Jam hebt allerdings einige dieser Regeln auf.
Das Thema diesmal, und ich freue mich wie verrückt, weil es eines der besten Themen für Videospiele überhaupt ist: Alone. Zeit, alle 891 Einreichungen durchzusehen, hat natürlich niemand, und ich bin mir sicher, dass spätestens sobald dieser Artikel online geht in diesem Heuhaufen der Indie-Geniestreich des Jahres entdeckt wird. Trotzdem, folgend ein Versuch einer Liste sehenswerter Spiele.

Bekanntlich* lieben wir Stephen “increpare” Lavelles Geniestreiche. English Country Tune ist sein jüngster und vor allem sein erstes kommerzielles Spiel.

Danimal Cannons Debütalbum Roots ist zugegeben nichts revolutionäres, hat dafür aber 70 Minuten tolle und abwechslungsreiche Chiptunes, mischt ab und zu gekonnt ein Schlagzeug und Gitarren rein und wer 10 Taler auf Bandcamp einwirft bekommt die Projektdateien obendrauf. Bekanntermaßen habe ich ja eine Schwäche für alles wo DMG-001 und LSDJ draufsteht, daher war das hier für mich ohnehin ein Reflexkauf.

