
Ich habe erst dieses Jahr gemerkt, wie im Endeffekt uninteressant ich viele AAA-Titel finde. Größtenteils perfekt gemachte Unterhaltung, an die ich ein paar Monate später kaum noch einen Gedanken verschwende. Den meisten AAA-Titeln, die ich dieses Jahr so gespielt habe ist gemein, teils geniale Ideen zu haben, die aber unter eine Patina von vielen anderen, weitaus langweiligeren Elementen nicht richtig zur Geltung kommen.
Deus Ex: Human Revolution etwa hat ein Konversationssystem, dass das gesamte Thema des Spiels — die Spannung zwischen Menschlichkeit und maschinenhafter Effizienz — in sich zusammenfasste. Und dann bestand der Rest des Spiels eigentlich aus modernisierten Deus-Ex-Levels. Dragon Age 2 war trotz LGBT-Freundlichkeit für mich eine Enttäuschung, weil es nicht geschafft hat den Protagonisten Hawke glaubhaft zu charakterisieren. Skyrim ist wundervoll wenn die Illusion zerbricht und man lachend zuschaut wie 2500 Käseräder einen Berg runterrollen. Portal 2 hat mich mehr durch gelungenes Sounddesign und den kreativen Einsatz der Source-Engine überrascht als durch Humor oder ausgefallene Spielmechaniken.














Angst ist ein Gefühlszustand, den ich mir nicht leisten kann. Nicht, weil ich zu cool bin für diese Welt (das auch). Nein, ich bin ein sehr schreckhafter Mensch, der zusammenzuckt, sobald eine Spinne in seinem Sichtfeld auftaucht, die sich bei näherer Betrachtung als Schattenwurf eines im Wind wehenden Blattes entpuppt (oder so). Ebenso verhält es sich bei mir mit PC-Spielen, die Bit für Bit auf Grusel und Horror getrimt sind. Ich halte im Schnitt 5 Minuten in einem solchen Produkt aus — aber auch nur, weil ich mich in Zeitlupe von Ecke zu Ecke schleiche und alle drei Sekunden speichere, falls das Spiel es erlaubt. Eine kalte Maushand und ein vor Adrenalin zuckender Körper sind das Resultat. 







Hach, ja, die Achtziger Jahre — da wurden Gamer für ihre Erfolge in Spielen noch mit realen Achievements belohnt. Alles was man dafür tun musste war es, Activision postalisch einen Fotobeweis vom Punktestand zukommen zu lassen. Im Gegenzug erhielt der Absender einen waschechten Aufnäher inklusive Dankesschreiben. 
