Superlevel

Digital Nation

Digital Nation

Während ich diesen Artikel schreibe, habe ich drei weitere Fenster geöffnet. Tweetdeck informiert mich über eine “Direct Message”, die ich gerade von einem meiner Twitter-Kontakte erhalten habe. Bei Facebook hat wieder irgendjemand ein einsames Kalb gefunden und mein Mail-Programm zeigt mir noch zwei ungelesene E-Mails an. Zusätzlich leuchtet mein iPhone auf, über das ich gerade Musik höre, und macht mich über eine Push-Benachrichtigung darauf aufmerksam, dass bald mein beobachteter Artikel bei eBay endet.

Moderne Medien und das Internet sind mittlerweile allgegenwärtig. Durch den rasanten technologischen Fortschritt hat sich eine neue Generation von Individuen gebildet. Kinder und Jugendliche wachsen mit diesen neuen Technologien auf und erleben von Kindesalter an den Umgang mit Computern und das Phänomen der totalen Vernetzung. Diese Entwicklung behandelt die 90-minütige Dokumentation “Digital Nation“.

Produzentin Rachel Dretzin und Korrespondent Douglas Rushkoff haben für den Dokumentations-Sender Frontline, der der PBS-Familie angehört, das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Dretzin machte schon mit der Dokumentation Growing Up Online auf sich aufmerksam.

So war Rushkoff in Südkorea unterwegs und hat sich einen Eindruck über die Auswirkungen von Online-Games auf Jugendliche gemacht. Dretzin beschäftigt sich verstärkt mit dem Bereich der Bildung — welche Vorteile bieten Computer in Schulen, welche negativen Auswirkungen kann der digitale Unterricht auf Jugendliche haben? Die beiden Filmemacher betrachten das Phänomen des Multitaskings, dem sich viele Jugendliche bedienen, da sie neben den Hausaufgaben noch ihr Handy bedienen, im Internet surfen und Musik über ihren iPod hören. Auch das leidige Thema WoW wird angesprochen. Second Life und moderne Kriegsführung finden ebenfalls Erwähnung.

Die Dokumentation wird zusätzlich fortlaufend durch die Zuschauer erweitert. So könnt ihr euch selber per Webcam aufnehmen und eure Erfahrung als Mitglied der “Digital Nation” mit anderen teilen. Unter den Teilnehmern befindet sich auch die ein oder andere berühmte Persönlichkeit.

Doch damit nicht genug. Die Dokumentation ist in insgesamt neun Video-Abschnitte unterteilt. Jeder dieser Abschnitte verweist nochmals auf eine Handvoll weiterer Videos, die die in der Dokumentation aufgegriffenen Interviews, Experimente oder Programme in ihrer ganzen Länge zeigen. Zusätzlich werden aber auch weiterführende Filme & Dokumentationen angeboten, wie zum Beispiel die schon erwähnte Dokumentation “Growing Up Online“. Die Zusatzfilme sind — wie auch die Dokumentation — komplett kostenlos.

Digital Nation ist sehr empfehlenswert und die Thematik wird wohl einen Großteil der Superlevel-Leser betreffen. Wobei…

Damit ihr euch einen ersten Eindruck von der sehr gelungenen Dokumentation machen könnt, findet ihr nachfolgend die Erste der neun Episoden.

(via)

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, abonniere doch den Feed von „Superlevel“, um keinen der zukünftigen Beiträge zu verpassen. Wir berichten täglich über Online- und Freewaregames, Klassiker der Spielegeschichte und sonstige Perlen der digitalen Unterhaltung.(Hinweis schließen)

Ein Kommentar zu „Digital Nation“

  1. Hab mir die Doku angesehen und kann mich der Meinung nur anschließen. Durchaus sehenswert.

    #01cyro (7. Februar 2010, 02:56)

3 Trackbacks

  1. [...] Digital Nation – superlevel “Moderne Medien und das Internet sind mittlerweile allgegenwärtig. Durch den rasanten technologischen Fortschritt hat sich eine neue Generation von Individuen gebildet. Kinder und Jugendliche wachsen mit diesen neuen Technologien auf und erleben von Kindesalter an den Umgang mit Computern und das Phänomen der totalen Vernetzung. Diese Entwicklung behandelt die 90-minütige Dokumentation ‘Digital Nation’.” [...]

  2. [...] dazu gab’s letzte Woche auf Superlevel einen längeren Eintrag zu einem ähnlichen Thema, nämlich einen Link auf die Seite von Frontline, [...]

  3. [...] superlevel | Digital Nation [...]

    #03#571 – Lesetipps 012 « ▲ Zu Weníg Zeít (8. Februar 2010, 22:12)

Kommentieren