Artikel-Schlagworte: „amiga“

Als 1986 die frisch gegründete Softwareschmiede Cinemaware mit dem Grafikspektakel Defender of the Crown auf dem Amiga ihr Debüt feierte, fielen reihenweise die Kinnladen nach unten. Ein derart schönes Spiel hatte es bis dato nicht gegeben und Cinemawares Erstlingswerk wurde sogar noch Jahre später als grafische Referenz für Commodores 16bit-System gehandelt.
Die Geschichte spielt im England zur Zeit des Mittelalters und weist diverse Parallelen zu Invanhoe auf.
“Nach der Ermordung König Richards und dem Diebstahl der königlichen Krone ist England in Aufruhr. In dieser Situation kämpfen sechs Lords um die Vorherrschaft im Land, der Spieler sieht sich in die Rolle eines der vier sächsischen Lords versetzt und muss die unterschiedlichsten, meist actionlastig gehaltenen Aufgaben bewältigen.”
Der Pixelkunst stand jedoch ein eher mittelmäßiges Gameplay gegenüber. Die Strategie- und Actioneinlagen verloren recht schnell ihren Reiz, ja, langweilten sogar, also erlabte man sich in erster Linie an Atmosphäre und Kopfkino, bis die Motivationskurve schließlich steil nach unten fuhr. Irgendwo in der Mitte traf sie auf die eigene Kinnlade und trotz diverser Mankos schloss man das Spiel in sein Herz.

Hach ja, der Amiga — mit dem verbinde ich viele schöne Stunden Monkey Island, Lemmings, Speedball, Turrican, Pirates, Populous, Sim City, Sensible Soccer, Kick Off, Blood Money, Dune, Xenon, Gods, Powermonger, Wings, Syndicate, Dungeon Masters, Worms, … oh, ich schweife ab. Naja, jedenfalls freue ich mich sehr auf den Film Viva Amiga, in dem die Geschichte des Computers aus dem Hause Commodore dokumentiert wird. Die Macher suchen via Kickstarter nach Micro-Finanziers, um das Projekt abschließen zu können und bereits 75% der angestrebten Summe sammelte sich an.
Ähm, wo war ich stehengeblieben? Ach ja, … Grand Monster Slam, Super Cars, Rings of Medusa, North & South, Lotus Esprit Turbo Challenge, Ports of Call, Golden Axe, Cadaver, Lost Patrol, Another World, Indiana Jones, Simon the Sorcerer, Alien Breed, Pinball Dreams, …

Oh… mein… Gott! Die unscheinbar wirkende Seite “DLH’s Commodore Archive” entpuppt sich rasch als Mekka für Commodore-SeniorenJünger, die gern in der Vergangenheit leben stöbern. Aufgeteilt in diverse Kategorien werden dort etliche hochauflösende Scans toter Bäume im PDF-Format angeboten — dazu zählen z.B. Magazine, Anleitungen und Bücher. Ganz großartig. Und wer zwar am Archiv interessiert ist, jedoch keine Lust hat, die vielen GB durch die Leitung zu pressen, lässt sich einfach für umgerechnet 23 EUR 23 DVDs ins traute Heim liefern. Schnäppchen der Woche!

Manomio, die bereits mit der C64-App für Aufsehen sorgten, kündigten nun den großen Bruder iAmiga an. Die Jungs setzen für ihren Amiga-Emulator auf die etablierte GNU-Software UAE bzw. UAE4all (siehe auch WinUAE), die viele Retrogamer kennen (und lieben) werden. Anbei ein Demovideo, in dem die Emulation von zehn Spielen (Defender of the Crown, Battle Squadron, International Karate +, R-Type, R-Type II, Speedball, Stunt Car Racer, Shadow of the Beast, Virus, and Xenon 2: Megablast) auf dem iPhone präsentiert wird…
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Patrick Nevian hat insgesamt 25 Musiken aus Amiga-Spielen mit dem Piano nachgespielt und bietet die Songs unter dem Titel “Amiga Meets Piano” zum kostenlosen Download an. Dabei sind u.a. Titelmelodien aus Spielen wie Turrican, Shadow of the Beast, Golden Axe und Gods.
Ansich eine sehr schöne Idee — allerdings hätte ich es wesentlich besser gefunden, wenn er es beim Piano belassen hätte. Diese “Ich-tanze-mit-schwingenden-Armen-nackt-um-einen-Baum-und-werde-eins-mit-der-Natur-Ambient-Klänge” im Hintergrund klingen wie eine Kuh.
(via)
Der Multiple Classic Computer vereint die Retrosysteme Atari 2600, C64 und Amiga unter einem Gehäuse. Einfach an den Fernseher anschließen, zum Competition Pro greifen und abtauchen in die Welt von vorgestern. Gespeist wird die kleine Kiste über eine handelsübliche SD-Karte. Toll, ganz toll — wenn der Preis von $220 meine Euphorie nicht bremsen würde. Das ist einfach einen Happen zu viel, wenn ihr mich fragt.

Damals™. Wir waren Rebellen. Wir haben kopiert bis die Laufwerke glühten. Dafür benötigte man ein gutes Kopierprogramm. Die Publisher haben tatsächlich mit Kopierschutzmechanismen™ experimentiert. Natürlich erfolglos. Und das Programm der Wahl war zu meist X-Copy (nicht mit dem schrecklichen xcopy unter Dos verwechseln, bitte!!!1elf).
“A long time ago, when computers still used floppy disks, there was a need to duplicate the contents of these floppies. X-Copy was one of the most well known disk copying programs for the Commodore Amiga series of computers, with countless users all across the world.”

Das Action-Adventure OnEscapee erschien 1997 für den Amiga. Da ich meinen Amiga zu diesem Zeitpunkt bereits versetzt hatte, landete das Spiel nie auf meinem Radar. Heute stieß ich dann zufällig auf das kostenlose PC-Remake von 2005. Jaja, das ist eine halbe Ewigkeit her. Ein alter Hut. Aber da davon auszugehen ist, dass es neben mir noch weitere Unwissende gibt, spielt das Alter eigentlich keine Rolle. OnEscapee erinnert von der Atmophäre und dem Spielprinzip her an die Klassiker Another World und Flashback. Wer diese Spiele mochte, wird auch mit OnEscapee seinen Spaß haben.
Erinnert sich noch jemand an Gods von den (einst) großartigen Bitmap Brothers? Das Spiel erschien 1991 für die Systeme Amiga (Amiga Joker: 88%), Atari ST, PC, SNES und Mega Drive. Gestern stieß ich zufällig auf das PC-Remake Gods Deluxe, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Die Freeware ist nicht nur eine gelungene Kopie des Originals, sondern enthält ganz nebenbei einen Editor, mit dem sich eigene Levels kreieren lassen. Super!
Apropos… Letzte Woche erschien Version 1.6 des bekannten Amiga-Emulators WinUAE. Das schreit ja förmlich nach einem Nostalgie-Trip durch die glorreichen 90er. Morgen. Welche Amiga-Spiele darf ich auf keinen Fall vergessen?
Ooommmmmmmmmmmmmmmmmmmmm…
Bei beiden Studenten Kevin Driscoll und Joshua Diaz rollen in ihrem umfangreichen Artikel “Endless Loop” die Geschichte der Chiptune-Szene auf.
“Chiptune refers to a collection of related music production and performance practices sharing a history with video game soundtracks. The evolution of early chiptune music tells an alternate narrative about the hardware, software, and social practices of personal computing in the 1980s and 1990s. By digging into the interviews, text files, and dispersed ephemera that have made their way to the Web, we identify some of the common folk-historical threads among the commercial, noncommercial, and ambiguously commercial producers of chiptunes with an eye toward the present-day confusion surrounding the term chiptune. Using the language of affordances and constraints, we hope to avoid a technocratic view of the inventive and creative but nevertheless highly technical process of creating music on computer game hardware.”
Informativ, interessant, lesenswert.

LucasArts schickte 1990 mit Loom ein weiteres Grafikadventure ins Rennen. Meine erste Begegnung mit diesem Spiel fiel recht nüchtern aus. Loom ließ mich kalt.
Ich entdeckte heute auf AmigaMusic.com einen Torrent, der mich hellhörig werden ließ:
Best of Amiga Music Vol. 1 (298 MB)
Der Download beinhaltet 79 Songs aus bekannten Amiga-Spielen. Yeah!
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


