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Machinimas sind so eine Sache. So sehr ich die Macher für ihre mühevolle Arbeit auch respektiere — nur wenige der Filme schaffen es, mich länger als 5 Minuten an den Monitor zu fesseln. Heute stieß ich auf eine dieser Ausnahmen. Der französische Filmemacher Mathieu Weschler schuf mit The Trashmaster eine echte Machinima-Perle auf Basis von Grand Theft Auto IV.
Erzählt wird die Geschichte des “Trashmasters”, einem Müllmann einer Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, auch die Entsorgung menschlichen Abschaums in die Hand zu nehmen.
“The trashmaster divides his time between collecting garbage and cleaning up other forms of trash fouling up New York City’s streets: dealers, small-time criminals, rapists… When the dancers in his favourite strip club are mysteriously killed, the trashmaster finds himself hot on the trail of a particularly twisted serial killer.”
“Mastermind” von Ezequiel Guerisoli ist eine Machinima-Serie basierend auf Grand Theft Auto IV. Doch statt mit viel Peng und Bumm den Zuschauer zu unterhalten, gibt sich Guerisoli eher mysteriös bis surreal. Zumindest sah GTA IV dank der PC-Version (und bestimmt der ein oder anderen Mod) noch nie so gut aus.
Freunde von Lost, David Lynch, Alan Wake, Heavy Rain und schwebenden Häusern werden sich in der Schnittmenge wohlfühlen.
“GTA IV: The Salesman Ultimatum” ist ein viertelstündiges Machinima, das in Liberty City spielt und mittels Garry’s Mod (Half-Life 2) entstand. Der Film beginnt etwas zäh, nimmt dann aber Fahrt auf und schließt gut ab. Ich vergebe 4 von 5 Schrotflinten.

Der Hollywood-Regisseur John Hillcoat ist unter anderem für seinen Film The Road, als auch seine zahlreichen Musikvideos bekannt. Bei seinem aktuellem Projekt hat er sich an ein Machinima zu dem Kassenschlager Red Dead Redemption gewagt.
“The director of The Road and The Proposition, John Hillcoat, brings you an entirely digital Western short film. It uses Rockstar’s rich open world in Red Dead Redemption to tell the story of John Marston’s struggle in the new American Frontier.”
Nachteil des Ganzen: Hillcoat nutzt nur Cutscenes und Einstellungen von diversen Spielmissionen des ersten Spieledrittels. Dadurch werden einige von euch nichts Neues sehen, andere werden unweigerlich gespoilert. Dennoch handelt es sich hierbei um ein interessantes Werbekonzept.
Das Machinima “A Heavy’s 2Fort Adventure” spielt im Team Fortress 2 Universum und schickt euch auf eine interaktive YouTube-Reise.
“The fat man finally leaves his happy home and embarks on an adventure…in 2fort? Trust your instincts and guide the heavy to a happy ending! If not, well, that’s okay too.”

Herr der Ringe Online steht, gemessen an der Zahl der Spieler, im Schatten des Über-MMORPGs World of Warcraft. Doch wer sich für das Online-Rollenspiel aus dem Tolkien-Universum interessiert, wird mit der Fan-Dokumentation “Das Tagebuch des unbekannten Wanderers” seine Freude haben. Bis dato stehen sechs Kapitel zur Verfügung, in denen Orte, Raids, Quests und Klassen vorgestellt werden.
Es ist der 30. März 2007. Tausende Menschen schreien in orgasmischer Freude auf, verstummen wieder und schreien abermals vor Freude auf, als sie sich noch einmal den ersten Trailer zu Grand Theft Auto IV ansehen. Auch ich war damals entzückt und gehypt wie lange nicht mehr. Einige rumpurzelnde Spielenews-Seiten später war ich des Wissen reicher, dass die Musik im Trailer aus Koyaanisqatsi stammte, eine Art sozialkritische Bildercollage für Menschen mit viel Durchhaltevermögen. Nicht schöner hätte Rockstar die Spieler in das neudesignte Liberty City einführen können, indem sie nicht nur die Musik von Philip Glass übernahmen, sondern auch Szenen aus dem Film zitierten.
Doch Claus-Dieter Schulz geht einen Schritt weiter und vollendet mit dem schönen, wenn auch simplen, Machinima-Film “Liberty City” die Symbiose aus Koyaanisqatsi und GTA IV:
Es ist nicht unbedingt naheliegend, Szenen aus L4D mit Louis Armstrongs Song “Wonderful World” zu unterlegen. Aber vermutlich ist das Video “What a Wonderful L4D” genau aus diesem Grund so… unerwartet schön. Irgendwie.

Ich muss gestehen, dass mir der Sinn hinter dem Super Mario Movie verborgen blieb. Egal, ich finde es trotzdem großartig. Ein erwähnenswertes Detail ist, dass der Film als downloadbare ROM-Datei vorliegt und dementsprechend in jedem herkömmlichen NES-Emulator betrachtet werden kann. Mario Christ Superstar!
(via)




