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Mancher Querkopf ist bisweilen so zerstreut, dass sogar seine (oder ihre) Gehirnhälften nur noch über ein technisches Hilfsmittel, sagen wir, eine Netzwerkverbindung, wieder verknüpft und zusammengebracht werden können. In At a Distance tut man genau dies. Schuld daran ist Terry, dem wir auch schon Kopfschmerzen VVVVVV wegen verdanken.
Das Spiel, das aus zwei Gehirnhälften besteht, die miteinander verknüpft werden müssen, spielt man am besten mit seiner besseren Hälfte (oder einem Leidensgenossen, oder Mit-Nerd, seiner Wahl) an zwei nebeneinander stehenden Bildschirmen, weil man nicht nur zusammenarbeiten, sondern auch zusammensehen muss, außer man steht darauf, sich wirklich jedes Detail mündlich zu übermitteln.
Einen Appetitanreger gibt es nach dem UmbrruC.-Hk-b̿̾̓̎ͪ̀̋͂͟-̔͛̑̽b̷ͣ̽̔ͥ̽̐͊ͪ͘-̷̡̾͌̄̽̏ͣ͐̎͘b̵̒̏̓ͩ-͒ͧ̑̃̆̅̀r̈͌͂̕u̿̈̓́ͬ̕c̋̍ͥͤ̄̀̊ͫh̡̅̎͑̐̀͠--”2(99/givekey3,Xxx

Beim gestrigen Stöbern auf Steam stieß ich zufällig auf ein Spiel, in das ich mich binnen weniger Augenblicke verschoss. Ein Shoot’em up — oder auch Bullet Hell Shooter, wie in gewissen Kreisen zu sagen gepflegt wird. Da ich nicht der Gruppe stressresistenter Spieler mit Drahtseilnerven angehöre und dieses actionlastige Genre in der Vergangenheit eher mied, überraschte mich meine Zuneigung zunächst. Während einer Feuerpause entschied ich mich dann, meine Faszination für Jamestown: Legend of the Lost Colony mit euch zu teilen.
Ich rezensiere also ein Shoot’em up. Ich. Das ist ungefähr so, als würde ein Vegetarier nach jahrelangem Verzicht auf tierische Produkte ein saftiges Steak in die Pfanne werfen und es nach kurzer Bratzeit euphorisch verspeisen. So fühlte ich mich und es fühlte sich verdammt gut an. Hallo, willkommen in Jamestown.

Puzzle-Plattformer sind meist eine recht klassische Angelegenheit: Nur ein Weg führt zum Ziel. Frozenbytes märchenhaft schönes Trine 2 schickt sich an, das Genre ein wenig aufzumischen.
Dennis, Jeremy und Dom haben ihre mächtigen Zauberkräfte benutzt, um den Online-Koop des Spiels auf ihre Bildschirme zu beschwören und zu prüfen, ob das Abenteuer um gestaltenwandelnde Zauberer, Krieger und Diebe den Ansprüchen gerecht wird.

Die Pixelschubser von Nitrome sind ja bekanntlich die heimlichen Erfinder von Flash Gordon und verhätscheln uns regelmäßig mit neuen Ergüssen aus ihrem schier unendlich wirkenden Fundus verrückter Ideen für Adobes beliebtestes Browser-Plugin. Kürzlich veröffentlichten die Londoner ihr einhunderstes Spiel und gaben zur Feier des Tages die eigene (virtuelle) Firmenzentrale zum Abschuss frei. Also ran an die Tasten und zur Chefetage durchballern! Nitrome Must Die!!!!

Ich bin weiterhin von Bennett Foddy beeindruckt. Er entwickelt Spiele (Wer QWOP sagt, muss auch GIRP sagen), die so aberwitzig schwer sind, dass sie wieder Spaß machen. Der Mann hat quasi sein eigenes Genre erfunden, wenn ihr mich fragt.
Wie auch immer, in PoleRiders, seinem neuesten Streich, wird erneut Sport betrieben. Diesmal Stabhochsprung, zu zweit, gegeneinander. Ziel ist es, den Ball in den gegnerischen Korb und eventuell seinen Gegner zu verprügeln, bevor es der Gegner einem gleich tut. Und zwar mit einer halbgar gekochten Nudel und Hillbilly-Soundtrack bewaffnet. Beruhigend, dass Mr. Foddy weiterhin durch Genialität glänzt.
Und weil es zugegebenermaßen relativ selten vorkommt, dass mehrere Menschen gleichzeitig vor dem gleichen PC sitzen, gibt es für ewig einsame Kellerkinder glücklicherweise einen vergleichbar lustigen Trainingsmodus. Yay!
Spinne ich, oder stammt der Mauscursor aus Amiga OS?

Wer Roadeo allein spielt und länger als 30 Sekunden überlebt, hat entweder sechs Arme, 12 Hände und zwei Gehirne oder studiert Raketenwissenschaften bei der NASA. Das Multiplayer-Spielprinzip, bei dem der eine Spieler eine Straße bauen und der zweite darauf ein Auto steuern muss, ist mindestens genau so genial wie der Titel des in Unity umgesetzten Spiels. Während der Straßenbauer weder Häuser noch Bäume oder Berge berühren darf, muss der Rennfahrer darauf achten, keine Fußgänger umzufahren oder Kurven zu verpassen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Spielwelt unaufhaltsam fortbewegt und die Spieler so dazu gezwungen werden, nicht länger als 0,2 Sekunden über die nächsten Schritte nachzudenken. Konfus, desorientiert, durcheinander, verpeilt, verwirrt, irritiert, verunsichert, verstört? Seht selbst:

Bestimmung ist für Versager — echte Kerle setzen auf den ungeschminkten Zufall. Apropos Zufall, ich mag Zufälle. Komplexe Algorithmen sind ja schön und gut, aber manchmal darf es auch gern der gute alte Münzwurf oder ein Würfel sein. Einfach mal das Ruder aus der Hand geben. So wie im neuen Spiel Six Shots of Whiskey von Nicklas Nygren alias Nifflas. Spielername 1, Spielername 2, zurücklehnen und dem Duell seinen Lauf lassen. Für die Stickereien holte sich der schwedische Indie-Entwickler übrigens Sara Sandberg in Boot. Die beiden trafen sich zufällig im Supermarkt und kamen ins Gespräch. (Das habe ich mir zufällig gerade ausgedacht.)
(via)

Ich weiß bis heute nicht so recht, was ich von Anna Antrophy halten soll. Ungeachtet dessen liefert die Indie-Entwicklerin regelmäßig unregelmäßig ganz brauchbare bis großartige Flashgames ab. Spike Sisters rangiert irgendwo in der Mitte, sieht auch nicht besonders schön aus, hat aber ein interessantes Spielprinzip. Zwei Schwestern müssen aus einem tödlichen Labyrinth gelotst werden, wobei eine der beiden auf die Pfeiltasten und die andere auf die Maus reagiert. Alleine oder eben optional zu zweit an einem Rechner gilt es nun, die holden Damen aus der Gefangenschaft zu befreien. Der heiße Draht trifft Puzzle trifft Pixel trifft meinen Geschmack.

Kennt ihr den Instagram-Effekt? So bezeichne ich Anwendungen und Spiele, bei denen jeder noch so talentfreie Volltrottel ein einigermaßen brauchbares Resultat erzielt. Plink ist so eine Anwendung — genauer gesagt ein audiovisueller Spielplatz, auf dem live mit anderen Besuchern der Seite kollektiv musiziert wird. Bis zu vier Teilnehmer bewegen zeitgleich ihre Kreise vertikal auf einem Notenplatt und können mittes Mausklick Töne bzw. Tonfolgen abfeuern. Auf diese Weise wird wortlos interagiert und im Idealfall trifft man auf enthusiastische Möchtegernmusikanten und erfreut sich an den experimentellen Klängen.
Wermutstropfen: Plink nutzt die Web Audio API und diese wird bis dato nur von Googles Browser Chrome unterstützt.

Eric Ruth, der uns bereits mit Demakes von DJ Hero, Left 4 Dead und Halo beglückte, schlug erneut zu. Dieses Mal schnappte sich der gute Mann Team Fortress 2 und demontierte Valves Taktik-Shooter zu einem Sidescroller, der sich an Arcade-Titeln aus den 90er Jahren wie beispielsweise Teenage Mutant Ninja Turtles, Final Fight und Streets Of Rage orientiert. Ein Online-Modus ist leider nicht integriert, soll aber laut Ruth noch nachgereicht werden. Bis dahin schlägt man sich alleine durch oder begibt sich in Gesellschaft von drei Freunden, um im Coop-Modus Angst und Schrecken zu verbreiten. Yeah, Feuer frei! (…) Ah, ich vergaß: Windows, Freeware, Rock’n'Roll!

Ich kann leider nur erahnen, wie viel Spaß “Das Überleben” (PC, Freeware) im exzessiven Multiplayer-Modus mit sieben Teilnehmern macht, aber gemessen an der Unterhaltung, die bereits der Singleplayer-Modus bietet, scheint mir das Spaßfaktor- und Chaospotential immens. Alleine — oder eben in der Gruppe – stürzt man sich in die Tiefe und muss reaktionsschnell Hindernissen ausweichen, um nicht als Vogelfutter zu enden. Wer mag, kann auch etwas nachhelfen und seine Kontrahenten durch die Gegend schubsen. Es stehen verschiedene Levels bzw. Welten (u.a. Death Star) und Optionen zur Verfügung, die Schwung in die Bude bringen. Wie das ganze dann in Aktion aussieht, könnt ihr folgendem Video entnehmen. Herrlich!

Anna Antrophy schenkt uns mit Lazer Bitches (frei übersetzt: Energiestrahler-Schlampen) einen schlichten Shooter, der von zwei Personen an einer Tastatur gespielt wird (W, A, S & D versus Pfeiltasten). Schwung in die Bude bringt die Tatsache, dass die Kontrahenten den gegenseitigen Beschuss über die Leertaste steuern, was unweigerlich zu Chaos und Verwüstung führt. Das Regelwerk sieht zwar nicht den Ellenbogen als Zweitwaffe vor, aber im Eifer des Gefechts kann es durchaus zu (un)gewollten Kollisionen kommen. Apropos: Ich gebe zu bedenken, dass es bei Rangeleien zwischen männlichen und weiblichen Spielern zu ungewollten Schwangerschaften kommen kann, deswegen könnte es sich als nützlich erweisen, eine Trennwand aufzustellen oder Kleidung zu tragen.
An Romance Adventure of Many Two Dimensions.

Im Puzzle-Platformer Zombie Crypt müssen zwei Spielfiguren kooperativ von A nach B gelangen und untote Wesen in Fallen locken, ohne dass einer der beiden Protagonisten das Leben verliert. Es ist durchaus möglich, das Spiel alleine zu meistern, doch deutlich spaßiger ist es zweifelsohne, ein Wesen aus Fleisch und Blut an seiner Seite zu haben. Chaotischer Pixelterror deluxe. Ich vergebe vier von fünf Bisswunden oberhalb der Gürtellinie.

Man nehme etwas Snake, ein bisschen Tron, HTML5 statt Flash und ein bis vier Arme beziehungsweise Einsamkeit oder maximal drei Freunde in unmittelbarer Nähe — viel Spaß mit Crajsh!
“Crajsh is actually a remake of CRASH, an old game from Digital Nightmare. When I was a child I used to play this game with my sisters. But the game would not run on today’s computers. So I made a remake to revive this gameplay. I added destructible patterns, powerups, smarter AI, ennemies views.”
Snake-Klone gehören nicht gerade zu den spannendsten Vertretern der digitalen Unterhaltung, aber dieses Exemplar wertet das angestaubte Prinzip mittels Power-Ups, Schuss- und Mehrspielerfunktion (Splitscreen) tatsächlich auf. Ohne Gesellschaft verliert das Spiel recht schnell seinen Reiz, aber mit 20 Fingern, Bierfützen und Kippenresten auf der Tastatur kommt Stimmung auf. Ich vergebe vier von fünf Freundschaftsarmbändern.

Das Ur-Tetris ist wohl eines der langweiligsten Computerspiele überhaupt. Aus heutiger Sicht gesehen. Denn damals, als es noch ganz frisch war, konnte sich kaum einer dem Sog der Sucht erwehren. Mich eingeschlossen. Mittlerweile gibt es ungefähr 90.000 Klone des Klassikers auf allen möglichen und unmöglichen Plattformen. Dazu gehört nun auch BlockBattle.NET, ein Multiplayer-Tetris aus reinstem HTML und Javascript. Die Entwickler ließen sich von TetriNET inspirieren, das um 1997 herum recht populär, aber auch sehr umständlich einzurichten war.
Damn, we could make a far better TetriNET

Nun hätte ich doch tatsächlich fast vergessen, auf das Update in Bezug aufs Headpong von Niklas Roy hinzuweisen.
“Nachdem in den Kommentaren auf Euren Blogs gleich nach einer Downloadmöglichkeit für das Spiel gefragt wurde, der original-Code aber leider im Daten-Nirvana verschwunden ist, habe ich das Kopfpong die letzten beiden Abende nochmal neu getippt.
Zum Spielen braucht man einen flotten Mac oder eine Windows-Kiste mit Webcam, eine Schreibtischlampe, die einem ins Gesicht leuchtet, ein paar Schritte Abstand vom Rechner und einen hinlänglich neutralen Hintergrund, weil Bob Marley Poster an der Wand hinter den Spielern die Gesichtserkennung verwirren.”
Sehr schön. Allerdings hätte sich Niklas die Arbeit auch sparen können, da die Leser von Nerdcore und Superlevel eh keine Freunde außerhalb von Facebook haben, mit denen sie Headpong zocken könnten. Also, Niklas, das Ganze dann bitte noch mal mit zusätzlicher Peniserkennung, um die Zielgruppentauglichkeit zu gewährleisten. Kchkch!

Erinnert sich noch jemand an das hervorragende Hüpf- und Laufspiel Dino Run aus dem Hause PixelJam? Vermutlich nicht, deswegen solltet ihr es schleunigst nachholen — oder, nein — am besten investiert ihr dreckigen Geizhälse direkt 2 Taler ins aufpolierte Dino Run SE. Ja, die zweite Edition (erhältlich für PC, Mac und Linux) ist im Gegensatz zur Browserversion kostenpflichtig, hat dafür aber auch mehr unter der Haube (u.a. neue Levels, der Soundtrack zum Spiel und ein exklusiver Multiplayer-Server) und das Team ist eh unterstützenswert. Ich vergebe sechs von fünf Weltuntergängen.
Niklas Roy war so frei, mich über eines seiner aktuellen Projekte zu informieren. Man nehme einen Windows-Rechner inklusive Webcam, etwas Gesichtserkennung und den Arcade-Klassiker schlechthin. Voilà!

Jakub “jimmac” Steiner hat einige Poster für Battlefield Bad Company 2 im Stile alter Propaganda-Plakate gebastelt. Ein guter Teamspieler befolgt natürlich diese Ratschläge. Don’t be an asshole, bro.

Dank des aktuellen Kinofilms Tron: Legacy sind Light Bikes wieder in Mode. LightSpeeder, ein in Unity umgesetzt Online-Spiel, greift Grundprinzip und Optik der markanten Szene aus dem ersten Film auf.
Die Spielmechanik sollte klar sein. Doch im Gegensatz zum Vorbild könnt ihr mit eurem Gefährt auch kurze Sprünge vollführen, die euch möglicherweise vor einem sicheren Tod bewahren. Ihr könnt wahlweise gegen drei künstliche Intelligenzen oder einen Freund antreten.
(via)

HaxBall ist ein Mix aus Air-Hockey und Fußball, in dem mindestens zwei, aber idealerweise vier, sechs oder mehr Personen in Echtzeit gegeneinander antreten. Das folgende Gameplayvideo sieht nicht besonders spannend aus, aber das Spiel macht wirklich Spaß — besonders, wenn man sich mit Internetzfreunden zu einer Partie verabredet.
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Wem Minecraft schon zu reduziert ist, wird sich bei 64pixels in der Internetzhölle wiederfinden. Auch hier handelt es sich um eine “offene Welt”, die von den Spielern gemeinschaftlich umgestaltet werden kann — allerdings stehen ausschließlich ASCII-Zeichen zur Verfügung. Neben den üblichen Bildchen lassen sich auch komplexere Objekte wie beispielsweise ein linear rückgekoppeltes Schieberegister (LFSR) bauen. Und so. Nicht damit zu verwechseln. Wer Lego Technic mag, sollte auf seine Kosten kommen.


