Superlevel

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Winter Walk

Ach, wie schön. Winter Walk ist eine knallharte Winterspaziergang-Simulation für Menschen, die Wind und Wetter meiden. Ihr schlüpft in die Rolle eines adretten Herren, der sinnierend Richtung Osten marschiert und immer wieder von Windböen überrascht wird, die seine Kopfbedeckung davonzutragen drohen. Genau da kommt ihr ins Spiel, denn mittels Druck auf die linke Maustaste bleibt der werte Herr stehen und hält seinen Zylinder fest. Sobald die Gefahr verflogen ist, kann die Taste wieder losgelassen werden und er setzt seinen Spaziergang fort. Nach 265 Schritten erlitt ich vor lauter Aufregung einen Schlaganfall und gab mich geschlagen.

Wer Winter Walk unter realeren Bedingungen, beispielsweise im Windkanal, testen möchte, kann auf die Version fürs iPhone oder Android zurückgreifen.

Kill all Cops

Ich bin wütend, stinkwütend sogar. Anna Antrophy kann mir gestohlen bleiben. Für immer und ewig und überhaupt. Da mache ich mir die Mühe, schreibe an einer seitenlangen, vor Weitsicht und Wortwitz nur so strotzenden Abhandlung über die besten Indiegames 2011 — und was passiert? In den letzten Atemzügen des Jahres veröffentlicht besagte Dame mit Kill all Cops ein Spiel, das meinen Artikel binnen Sekunden in Flammen aufgehen ließ. Metaphorisch natürlich. Dem Artikel geht es gut.

Das Freewaregame, eine verstörende Mischung aus Action, Rollenspiel und Simulation stellt einfach alles, und ich meine ungelogen alles in den Schatten, was mir Zweitausendelf unter die Finger kam. Unglaublich. Ehrlich gesagt wundere ich mich ein wenig darüber, dass das Internetz noch nicht explodiert ist, denn mir ist noch nie ein Spiel begegnet, das einerseits so tiefgründig polarisieren kann und zugleich die Kunst-Frage (“Können Spiele Kunst sein?“) doppelt und dreifach mit einem Ja beantwortet. Verdammt, mir fehlen wirklich die W

Verlosung: 5x Paradox Spielepaket inkl. “Magicka” und “Mount & Blade”

Das Gewinnspiel ist beendet. Martin, Cptmuh, Mdm_Mimm, Corecracker, Florian und Alex haben alle Verkehrsprobleme gelöst. Herzlichen Glückwunsch!

Magicka

Wenn es um detaillierte Simulationen, bizarre Ideen und den Anspruch geht, mit Spielen interessante Dinge anzustellen, gehört das schwedische Paradox zu einem meiner liebsten Publisher. Darum verlosen wir heute fünf mal ein kleines Paradox-Vorstellungspaket mit dem unheimlich detaillierten Mount&Blade: With Fire and Sword, Samurai-Taktikspiel Sengoku, Verkehrsmanager Cities in Motion und Magicka, dem völlig wahnwitzig chaotischen Koop-Zauberergemetzel.

Ihr müsst uns dafür bloß verraten, wie ihr als allmächtiger, die Elemente beherrschender Zauberer die verkorkste Verkehrssituation in einer mittelalterlichen japanischen Stadt verbessern würdet.

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Indiegame: Towns

Towns

Sobald die ersten Lichtstrahlen aus dieser digitalen Stadt in unsere Augenwinkel prallen, wird klar: Das hätten die meisten von uns mit MS Paint und einer Viertelstunde Konzentration genau so hinbekommen.

Als Bürgermeister im Indie-Geheimtipp Towns hat man es zunächst nicht leicht. Wer nach dem Download vom sporadisch eingerichteten Startbildschirm ins Spiel einsteigt, wird sich fragen, was eigentlich gerade passiert. Eine Handvoll Siedler blickt Richtung Kamera und wartet offensichtlich auf Befehle, die per Menü ausgesprochen werden können. Bäume müssen gefällt, Hütten gebaut, Äpfel gepflückt und Minen gegraben werden. Doch nicht nur das.

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Discovery

Am Anfang war das Nichts. Dann kam das Licht, gefolgt von Erde, Wasser, Unkraut und Eichhörnchen. Discovery ist eine grobpixelige, sehr reduzierte Göttersimulation — so in der Art hätte Populous vor 30 Jahren aussehen können. Zu Beginn steht nur die Enter-Taste zur Verfügung, doch im späteren Verlauf kommen weitere Tasten bzw. Fähigkeiten hinzu (A bis Z, Leertaste fürs Log & Strg für die Optionen), mit denen sich virtuelles Leben erschaffen, aber auch Tod und Zerstörung auslösen lassen.

Bei Discovery handelt es sich weniger um ein klassisches Spiel, sondern eher um einen Spielplatz für Menschen, die stark stilisierter Grafik und Größenwahn etwas abgewinnen können. Ich mag’s und vergebe vier von fünf Speichelflüssen.

Street Cleaning Simulator 2011

BEST GAEM EVAR!!1

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Schwangerschafts-Simulator “Mommy Tummy”

Superlevel ist bekannt für seine seriöse Berichterstattung aus dem Land der Bits und Bytes, deswegen darf diese technische Errungenschaft des Kanagawa Institute of Technology natürlich nicht unerwähnt bleiben. Mommy Tummy wird um den Bauch geschnürrt und simuliert naturgetreu die Schwangerschaft einer Frau. Die möglichen Anwendungsbeispiele sprudeln nur so aus mir heraus. (…) Nein, verdammt, das war meine Fruchtblase. Ich bin dann mal im Krankenhaus und gebäre neue Autoren.

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Dating Simulator Game

Ich habe keine Ahnung, ob sich hinter der Second Life-Identität ArianeB tatsächlich — wie der Name vermuten lässt — ein weibliches Wesen oder ein großbrüstiger Kerl mit Schuhgröße 53 (inkl. eingewachsener Zehennägel) verbirgt . Eigentlich ist es auch vollkommen egal, da mich bereits das Stichwort Second Life in einen komatösen Sekundenschlaf versetzt. (… … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … ) Es gibt tatsächlich nur wenig, was mich im Netz weniger interessiert, da ich das zweite Leben bereits damals zum Start als virtuelle Hölle der Bedienbarkeit, Performanz und Ästetik empfand. Schlimm, ganz schlimm. Aber darum geht’s hier nicht.

ArianeB scheint eine Dating-Expertin zu sein und die Dame entschied sich, ihr Wissen in Form eines Browserspiels zu teilen. Das “Dating Simulator Game” versetzt den Spieler in die Rolle eines Fremden, der auf Ariane trifft und sie augenscheinlich in die Kiste bekommen möchte. Über das Klicken auf vordefinierte Hotspots lassen sich Aktionen (und Reaktionen) aufrufen. Wer sich plump auf die Geschlechtsorganze stürzt, wird mit Schelte und Korb des Hauses verwiesen. Gemach, meine Freunde. Und macht bloß nicht den Fehler, Ariane bei Wahrheit oder Pficht mit Bikini und Cowboyhut bekleidet zum Postkasten zu schicken. Die blöde Kuh versteht nämlich keinen Spaß. Das Spiel ist absurd, klischeebehaftet und sexistisch — demnach genau das Richtige für euch.

MFA Prep Course

So manches Flashgame ist für den Zeitraum von etwa 30 Sekunden das beste Flashgame der Welt und aller Zeiten und überhaupt. Und im Falle von MFA Prep Course handelt es sich nicht mal um ein Game, sondern um ein sogenanntes Notgame. Ja, das ist verwirrend, doch die Verwirrung löst sich binnen 30 Sekunden in digitalen Rauch auf. Im wahrsten Sinne des Wortes und quasi und überhaupt.

Wer das nicht versteht, möge das Spiel (welches ja eigentlich kein Spiel ist) einfach der Kategorie “Kunst” zuordnen. Die muss man ja auch nicht verstehen, sondern einfach nur konsumieren. So, und bevor gleich eines eurer Blutgefäße im Kopf platzt, klickt gefälligst auf den verdammten Link und raucht Zigaretten und trinkt Kaffee und überhaupt…

(via)

Extinct: Are You Smarter Than a Plant?

Bei euch bin ich mir da nicht so sicher. In der Simulation “Are You Smarter Than a Plant?” liegen die einzelnen Schritte im Lebenszyklus einer Pflanze in euren Händen. Es gilt Entscheidungen zu treffen, die über Leben und Tod entscheiden. Quasi. Jaja, das Flashgame klingt nach einer langweiligen Lernsoftware für Baumschulen, entpuppt sich jedoch als nettes Biopuzzle für lichtscheue Nerds, Allergiker und Menschen mit braunem Daumen. Der traurige Rest unserer Leserschaft lässt sich womöglich mit Stichworten wie ‘Stengel’ und ‘Samen’ begeistern. Auf geht’s, ich vergebe vier von fünf Photosynthesen.

Fireplace

Ted Martens schuf, wenn auch unbeabsichtigt, mit Fireplace eine Ode an mein Verständnis für Gemütlichkeit. Wer mag es schließlich nicht, am wärmenden Lagerfeuer zu sitzen, den Tanz der Flammen zu beobachten, dem Knistern zu lauschen — und in einem Zustand der Glückseeligkeit den Stock aus dem Arsch zu ziehen, um an ihm eine Fleisch- oder Teigware knusprig braun zu rösten? Herrlich.

Ein offenes Feuer birgt aber auch Gefahren und Risiken in sich. Käfermassensterben, Lungenkrebs, Waldbrände, Urinflecken in der Hose, das Übliche. “Fireplace” scheint mir eine perfekte Alternative für alle Stubenhocker und Pixelliebhaber zu sein. Die Freeware (PC/Mac) setzt den heimischen Monitor in Brand und nimmt diverse Befehle wie z.B. ‘marshmellow’ und ‘firework’ entgehen. Sehr schön, ich vergebe vier von fünf Hotdogwürstchen.

Re: Re: Tiny Tower

Tiny Tower

Fabu teilte seine Gedanken zu dem iOS-Titel Tiny Tower von NimbleBit an dieser Stelle, und ich wollte just in diesem Moment in Form eines Kommentars antworten. Da dieser aber immer länger wurde, verbacke ich ihn jetzt einfach in einen Artikel.

Im Grunde stimme ich auch mit seiner Meinung überein, doch der Tatsache, dass das Spiel keine relevante Herausforderung bietet, kann ich nicht zustimmen.

Die Herausforderung liegt darin, der Beste zu sein, derjenige mit dem höchsten Tower. Dafür gibt es ja auch die nette Funktion, sich die Türme seiner Freunde anzuschauen. Wie Nele schon beschrieben hat:

“Von den letzten drei Tagen habe ich sicher insgesamt einen Tag emsig-psychotisch damit verbracht, dich und Jeremy zu überholen”

Dank der “Vergleiche meinen Penis mit dem Penis meiner Freunde-Funktion” bleibt man über den Fortschritt seiner Gamecenter-Buddies stets auf dem Laufenden.

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Re: Tiny Tower

Mit Tiny Tower (iTunes-Direktlink) schuf die App-Schmiede NimbleBit einen schrecklich-schönen Hit für iPhone und iPad. Laut der Seite TouchAcade wandere das Spiel bereits weit über eine Million Mal durch die Internetzleitung auf iOS-Systeme.

“Over 18 million sessions have been played with an average length of 9.3 minutes. In all, players have played just under 320 years of Tiny Tower.”

Inzwischen dürften es deutlich höhere Zahlen sein. Auch ich gehörte zu den Spielern, doch soeben löschte ich die App von meinem iPhone und im Zuge dessen möchte ich ein paar Gedanken mit euch teilen. Die Ungeduldigen unter euch dürfen sich mit folgender symbolischen, komprimierten Motivationskurve begnügen und den Rest des Artikels ignorieren:

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Telehack

Wer sich für die Vorläufer des heutigen Internets (Arpanet und Usenet) interessiert oder damals bereits aktiv im Datenstrom mitschwamm, dürfte beim Besuch der Seite Telehack in Verzückung geraten. Zeitreise deluxe. Die Simulation wurde deutlich aufwändiger umgesetzt, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

“It is a full multi-user simulation, including 25,000 hosts and BBS’s the early net, thousands of files from the era, a collection of adventure and IF games, a working BASIC interpreter with a library of programs to run, simulated historical users, and more.”

Ein ganz, ganz großartiges Stück Internetzgeschichte, meine Freunde. Ich vergebe vier von fünf Erektionen.

Convergence

Im Flashgame Convergence schlüpft ihr in die Rolle eines namenlosen Hosenscheißers im Pixelformat und spielt quasi sein Leben im Schnelldurchlauf durch. Anfangs noch krabbelnd, gilt es sich gegen den großen Bruder zu behaupten. In allen Lebensphasen müssen diverse Entscheidungen getroffen werden, die den Spielverlauf maßgeblich beeinflussen. Aufgrund der stark eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten wäre es übertrieben, von einer Simulation zu sprechen, dennoch hinterlässt Convergence seine Spuren und weist sicherlich auch Parallelen zum eigenen Leben auf. Schließlich ist dieses permanent von Entscheidungen geprägt. Ich vergebe vier von fünf Sinneskrisen.

(via)

High Tea

High Tea

“In this strategic plate-spinning game you play an independent British smuggler, selling opium in China’s Pearl Delta. Buy cheap and sell high to make a profit which you can spend on tea to keep Britain happy.”

Das Strategiespiel High Tea wurde im Rahmen der High Society Ausstellung entwickelt, welche sich mit der Geschichte von Drogen und deren Einfluss auf die Gesellschaft auseinandersetzt. Es ist schön zu sehen, dass sich zu den rar gesäten Online-Wirtschaftssimulationen ein weiterer, durchaus empfehlenswerter Vertreter hinzugesellt.

(via)

Agent 008 Ball

Vollversionen auf Heft DVDs: 11/2010

Scham ist das Gefühl der Verlegenheit, so Wikipedia und das kann ich nur unterstreichen: Nachdem mein letzter Superlevel-Artikel vor Verweisen auf meinen Blog regelrecht überquoll, überzog mich nur wenig später pure Verlegenheit. Ich schäme mich also und möchte mich in aller Form bei den Lesern entschuldigen: So etwas wird nie wieder vorkommen. Überhaupt ist es auch viel wichtiger, dass ihr meinen Twitter-Account kennenlernt.

Möchte man die Heft-DVD-Spiele in diesem Monat beurteilen, sollte man es am besten mit den Worten eines Pater Braun halten: Hübsch-hässlich. So präsentiert die Computer Bild Spiele einen seltsamen Mix aus belangloser Echtzeitstrategie und gut gemachter Wirtschaftssimulation, Gamestar verwertet auf bekannte Weise Restposten wieder, PC Games biedert sich Spellbound an und die PC Action kriegt mal wieder nur das, was bei Computec am Ende des Monats übrig bleibt. Willkommen in meiner Vollversionskolummne!

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A Good Wife

“This game is intended for a female audience, if you are a male please do not play this game.”

Da ich der weiblichste Autor von Superlevel bin, schlüpfte ich kurzerhand in die Rolle einer braven Ehefrau und führte mir A Good Wife zu Gemüte. So brachte ich dem werten Herren sein Bier, kochte ein wohlschmeckendes Mahl und… oh, diese Migräne! Heute gibt’s kein Review, Schatz.

Dinner Date

Ein Grund, warum ich so ungern für Superlevel schreibe, ist u.a. der, dass man hier auch über Absurditäten fernab des Mainstreams berichten kann, ohne in den Kommentaren mit unqualifiziertem Bullshit genervt zu werden. Natürlich lässt sich über den Sinn und Unsinn eines Spiels wie Dinner Date streiten diskutieren — schließlich ist die Handlung recht ungewöhnlich: Man sitzt allein am gedeckten Tisch und wartet auf eine Dame, die (vermutlich) nie zum verabredeten Date erscheinen wird. Punkt.

“Dinner Date is the portrait of Julian: from his desires and doubts to reflections on his friends and his place in the world. You are not merely witnessing — by interacting with Julian and his world you gain a clear vantage point on his life.

The wait for the beautiful girl he invited over becomes longer and she becomes the dominant factor in his thoughts. And yet his true problems may not even begin with the girl: what of his work, of his boss, the headhunter, his fascination of Byron and his friendship with Jerry, who had been pushing Julian to take on this date?”

Ganz großartig. Das Spiel erscheint am 17. November und wird voraussichtlich $12,45 kosten. Zu viel? Pffff, das ist umgerechnet vielleicht ein McDonald’s-Menü, ihr Kunstbanausen.

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Blog-Simulator 2011

RUN

Atermis: Spaceship Bridge Simulator

Mit “Atermis: Spaceship Bridge Simulator” dürfte ein Traum vieler Trekkies in Erfüllung gehen, denn bei dem Windows-Programm handelt es sich um eine komplexe Raumschiff-Brückensimulation, die im LAN-Netzwerk gespielt wird. Jeder Teilnehmer übernimmt eine feste Rolle (Navigator, Waffenoffizier etc.) mit eigenen Instrumenten, die korrekt bedient werden müssen. Einer der Spieler mimt den Captain, koordiniert alle Handlungen und befehligt die Crew. Anbei ein Video, wie das dann in Aktion aussehen könnte…

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Game Dev Story

Game Dev Story

Ein Videospiel, bei dem es darum geht, Videospiele zu entwickeln – so in etwa lässt sich die App Game Dev Story umreißen.

Das Spiel des japanischen Indie-Teams Kairosoft versetzt euch in die leitende Rolle eines Game-Studios. Es gilt euer Team zu managen, die Konkurrenz auszustechen, Verträge mit Publishern abzuschließen und eure Investitionen gut abzuschätzen. Lieber in ein günstiges, schnellproduziertes Durchschnittsspiel investieren oder mehr Geld für ein innovatives Konzept locker machen, welches aber möglicherweise nicht vom Markt angenommen wird?

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Leitstellensimulator

Im Google Maps-Mashup mit dem klangvollen Namen Leitstellensimulator wird — Achtung: Überraschung! — eine Leitstelle simuliert. Das heißt, es gilt fiktive Notrufe anzunehmen und der jeweilgen Situation ensprechend die Ressourcen zu koordinieren.

“Hier spricht Herr Doktor Pillendreher. Ich habe hier einen adipösen Patienten mit starker Atemnot, Gewicht ist geschätzt so bei 200 Kilo. Sie liegt im zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Bitte schicken Sie mir mal den Rettungsdienst und die Feuerwehr vorbei.”

Vom geprellten Mittelfinger bis zum Suizidversuch ist alles im Angebot. Die Einsätze können live auf der Karte verfolgt und über einen simulierten Funkverkehr geleitet werden. Fehler führen zu Komplikationen und Komplikationen enden womöglich mit dem Exitus. Ruhe bewahren!

Under the Garden

Das Freewaregame Under the Garden entstand im Zuge der “A Game by its Cover”-Competition von TIGSource und belegte dort den ersten Platz. In dem Spiel schlüpft ihr in die Rolle eines Einsiedlers, dessen Ziel das nackte Überleben ist.

Man beginnt in den Überbleibseln der Behausung des Protagonisten, die durch ein schweres Unwetter dem Erdboden gleichgemacht wurde. Im ersten Akt gilt es, in der Nähe eine Axt zu finden, um den Ofen in der Ruine mit frischem Holz füttern zu können. Sobald dies geschehen ist, dient das Feuer im wahrsten Sinne als Energiespender. Im weiteren (freien) Spielverlauf hat man z.B. die Möglichkeit, das Heim zu renovieren, die Gegend zu erkunden, zu jagen und zu sammeln. Und selbst wenn es droht öde zu werden, passt das wunderbar ins Spielprinzip, denn schließlich entschied der Entwickler Protagonist sich für die Abgeschiedenheit.

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